
Das Schuljahr 2012/13 bildete den Auftakt für ALLE KICKEN MIT. In fünf sog. Aktionsräumen Plus, also Gebieten mit besonderem Förderbedarf, wurden die ersten reinen Mädchenfußball-AGen gegründet und mithilfe des Berliner Senats sowie der Bezirksämter finanziert. Im Nachgang zur Frauen-WM im eigenen Land soll der "Fußballboom" auch in der Hauptstadt seine Fortsetzung finden und institutionell gefördert werden. Der Berliner Fußball-Verband e. V. zeigt Flagge für den Mädchenfußball und startet mit dem Projekt eine Erfolgsgeschichte!

Das Projekt wird nach der Förderung durch EU-Mittel komplett aus Haushaltsmitteln der Senatsverwaltung für Inneres und Sport finanziert und expandiert in das gesamte Berliner Stadtgebiet. Über 600 Mädchen in 52 AGen bedeuten einen neuen Projekt-Rekord. Zusätzlich fanden erstmals 4 Fußballcamps mit 176 Teilnehmerinnen statt. Für das Folgejahr werden zudem vier Koordinationsstellen für die Regionen Nordost, Südost, Südwest und Nordwest geschaffen, um lokalen Veranstaltungen personell und fachlich unterstützen zu können.

Mittlerweile sind 57 AGen an 34 Schulen zustande gekommen. Aus 9 beteiligten Bezirken wurden 11, nur Reinickendorf bildet einen "weißen Fleck" auf der Projektkarte. Erfreulich ist, dass im Schnitt 4 Mädchen pro AG den Weg in einen Fußballverein finden und mehr als die Hälfte aller Mädchen (57%) in der AG den Wunsch nach Vereinsfußball geäußert hat. Von den 189 Teilnehmerinnen der Fußballcamps möchten fast 90% in einen Verein wechseln. Die erste Assistentinnenausbildung sowie ein reiner Mädchenlehrgang zum DFB-Junior-Coach wurde abgeschlossen und 9 Turniere wurden mit bzw. durch Projektleistung organisiert.

Das Projekt wird mit dem Lotte Mädchenfußballpreis sowie dem Jurypreis im Rahmen des PSD Zukunftspreis geehrt. Mittlerweile erreicht das Projekt über 1000 Schülerinnen in 75 AGen, 3 Feriencamps und einer überbezirklichen Turnierrunde. Der Junior-Coach "only girls" ist mittlerweile fester Bestandteil der Jahresplanung und die Nachfrage nach Hofpausenkicks an Schulen wird größer.